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Wirksamer Spieler- und Jugendschutz an Autobahnen

Anfang dieses Jahres hat der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft die Initiative ergriffen, um den Jugend- und Spielerschutz beim gewerblichen Betrieb von Geldspielgeräten in allen Autobahnraststätten und Autohöfen konsequent zu verbessern. Der beschlossene Maßnahmenkatalog soll bis zum 10. November 2018 umgesetzt sein.

© bluedesign – stock.adobe.com

Aus dieser Initiative entstand ein Runder Tisch, an dem die organisierten Verbänden der Automatenwirtschaft, die Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, die Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V., (VEDA), die Betreiber von Autobahnraststätten und Autohöfen, Suchthilfeexperten sowie die zuständigen Fachabteilungen aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium und der Arbeitsstab der Drogenbeauftragten der Bundesregierung teilnahmen.

Die Beteiligten einigten sich in einem gemeinsamen Abschlusspapier auf einen Maßnahmenkatalog, der bis zum 10. November 2018 umzusetzen ist. Sie wollen damit eine höchstmögliche Schutzqualität durch fachlich sensibilisiertes Personal und durch technische Sicherungsmaßnahmen sicherstellen.

Ob und wie weit die im Mai 2018 beschlossenen Maßnahmen in den 604 gastronomischen Betrieben in Raststätten und an Autobahnen umgesetzt worden sind, dass sollen zwei unabhängige Überprüfungen im September 2018 und Dezember 2018 zeigen und dokumentieren.

Im September wird zunächst überprüft, ob eine hinreichende Sensibilisierung der Mitarbeiter in Form von Schulungen stattgefunden hat und ob die Aufstellplätze der Geldspielgeräte ein verbessertes Schutzniveau aufweisen. Die zweite Überprüfung im Dezember 2018 umfasst dann auch die Umsetzung der neuen Spielverordnung nach TR.5.

Mitglieder, die Aufstellplätze an Autobahnraststätten und Autohöfen betreiben, möchten wir bitten, insbesondere auf folgende Punkte an ihren Standorten zu achten.

  • Sorgen Sie dafür, dass die Sozialkonzeptordner inklusive der Checklisten vollständig am Standort vorgehalten werden, Jugendschutzinformationen und spielrelevanten Informationen deutlich sichtbar aushängen sowie ausreichend Spielerschutz-Flyer (Selbsttest, Visitenkarte der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Visitenkarte des Online-Selbsthilfeportals „Neustart“) vorliegen.

  • Sensibilisieren Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Belange des Jugend- und Spielerschutzes und stellen Sie sicher, dass entsprechende Schulungen erfolgt sind. Für Letzteres sind Onlineschulungen bestens geeignet. Das E-Learning Programm der Firma Gauselmann AG bietet z.B. spezielle Kurse an (Kontakt: elearning@gauselmann.de).

  • Achten Sie darauf, dass die Jugendschutzfunktion an den Geldspielgeräten eingeschaltet ist und einwandfrei funktioniert. Um den Komfort für Ihre Kunden zu verbessern, sind technische Hilfsmittel wie beispielsweise eine elektronische Klingel in der Nähe der Geräte eine denkbare Variante, um das Servicepersonal um die Freischaltung und die Altersverifikation zu bitten.

  • Sollten sich Ihre Geldspielgeräte in unmittelbarer Nähe von EC-Cash-Automaten, Warengeräten (z.B. Greifer, Kinderspielzeug, …), Kinderspielecken und Angeboten mit Kinderspielzeug befinden, dann empfehlen wir eindringlich, die Geräte unverzüglich, spätestens aber bis zum 1. September, räumlich umzustellen!

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Geldspielgeräte und die Spielgäste vom geschulten Servicepersonal regelmäßig und direkt gesehen werden können (Sichtbeziehung!).

Sollten Sie, liebes Mitglied, Plätze an den genannten Orten haben, möchten wir Sie bitten, die empfohlenen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Spieler- und Jugendschutzes ggf. schnellstmöglich umzusetzen. Das FORUM unterstützt Sie dabei und steht Ihnen für Fragen und Auskünfte jederzeit zur Verfügung.


von Aude Masserann

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