Skip to main content

„Wie gehe ich auf Entscheidungsträger zu?“ Digitale Veranstaltung des FORUM zeigt Wege zur politischen Kommunikation vor Ort

Vor Ort auf Entscheidungsträger zuzugehen, um langfristig im Dialog zu bleiben: Mit diesem Tipp wandten sich Geschäftsführerin Anja Bischof und Unternehmer aus dem FORUM am 09.02.2021 an die Verbandsmitglieder, um über ihre eigenen Erfahrungen aus dem Feld der politischen Kommunikation zu berichten und Handlungsempfehlungen für den Kontakt mit Politik, Behörden und weiteren Stakeholdern auszusprechen.

In Rheinland-Pfalz wurde zuletzt deutlich, was einzelne Unternehmer sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kontakt mit Entscheidungsträgern erreichen können. Durch vielfältige, aber koordinierte Aktionen und Gespräche konnte eine breitere Aufmerksamkeit für die aktuellen Herausforderungen der Branche gewonnen werden. Gleichzeitig sind sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer nach wie vor häufig unsicher, in welcher Form sie auf Entscheidungsträger in ihrer Gemeinde, ihrem Land oder gar im Bund zugehen sollten und ob sie überhaupt Gehör finden. 

Unter dem Motto „Mitglieder helfen Mitgliedern“ griff das FORUM diese Fragen auf und informierte die Mitglieder praxisnah über die ersten Hürden, aber vor allem die Chancen von Gesprächen mit öffentlichen und politischen Vertretern. Aus ihrer eigenen Erfahrung aus dem politischen Umfeld gab Geschäftsführerin Anja Bischof zunächst einen Überblick zu den zahlreichen Möglichkeiten der politischen Kommunikation. Zwar stünden insbesondere mit Blick auf den GlüStV die Mitglieder der Landesregierungen sowie Abgeordneten der Landesparlamente im Blickpunkt politischer Gespräche. Um Aufklärungsarbeit zu leisten und die Herausforderungen des eigenen Betriebes zu schildern, bieten sich jedoch etwa auch Vertreter auf kommunaler oder Parteiebene an.

Marco Lauer (stellvertretender FORUM-Vorsitzender), der mit seinem Unternehmen regelmäßig den Kontakt zu Entscheidern vor Ort sucht, unterstrich den Mehrwert von Gesprächen auf lokaler Ebene. Zwar seien etwa Ortsbürgermeister für die Regulierung der Branche zunächst nicht relevant, diese könnten oft jedoch das Anliegen auf höhere Ebenen transportieren und diesem somit Gehör verschaffen. Wichtig sei es, den Kontakt kontinuierlich aufzubauen und über ein unmittelbares Fokusthema wie dem GlüStV sowie der Corona-Pandemie hinaus aufrecht zu erhalten.  Ein Netzwerk, das einmal aufgebaut ist, hätte für längere Zeit Bestand – nicht nur in Krisen wie der Jetzigen. Dem Gesprächspartner müsse hier als Partner und nicht als Kontrahent begegnet werden.

Auch Nick Baldus (Mitglied des FORUM-Vorstands) betonte die Wirksamkeit solcher sogenannten „Grassroots“-Aktionen. Jeder Unternehmer könne vor Ort grundlegende Aufklärungsarbeit über den eigenen Betrieb und den unternehmerischen Alltag leisten. Dies mindere nicht nur Vorurteile gegenüber dem gewerblichen Geldspiel, sondern steigere auch das Bewusstsein für die spezifischen Sorgen der Branche. Aktuelle können etwa gegenüber Kämmerern oder Politikern in der Region auf die im Zuge der Corona-bedingten Betriebsschließungen extrem erschwerte Lage der Unternehmer hingewiesen werden.  

Am Beispiel Alexander Ulbrichts (Mitglied im FORUM) wurde zudem deutlich, dass auch die Belegschaft erfolgreich mit in die Kommunikation einbezogen werden kann. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern produzierte der Unternehmer in Eigenregie einen kurzen Film, in dem letztere von deren Sorgen in Bezug auf die Corona-Pandemie und die Umsetzung des GlüStV berichteten. Wichtig sei es, so Ulbricht, „Realitäten aufzuzeigen“, und auch in Zusammenarbeit mit der Presse die eigene Situation zu kommunizieren.

Trotz aller notwendigen Initiativen vor Ort betonten die Geschäftsführung sowie die drei Referenten aber auch die zwingend erforderliche Koordinierung bei politischen Gesprächen. Um einen Mehrwert zu erzielen, müsse die Branche stets mit einer Stimme sprechen, auch wenn man als Einzelperson eventuell nicht allen Standpunkten der Verbände zustimmen würde.

Gemeinsam mit seinen Mitbewerbern solle man im Vorfeld abstimmen, wer auf welche Entscheidungsträger zugeht. Die Branchenverbände können und sollen aufgrund ihrer Ressourcen und Expertise die notwendige Zuarbeit leisten, den Mitgliedern beratend zur Seite stehen und diese je nach Wunsch bei Gesprächen begleiten. Auch das FORUM wird seine Mitglieder weiterhin in deren politischen Kommunikation unterstützen – auch nach der Finalisierung des GlüStV 2021 in den Ländern. Dieser schließe die politische Arbeit nicht ab, wie Anja Bischof im Fazit der Veranstaltung betonte. „Nach der Regulierung“ sei schließlich „vor der Regulierung“.


In einer neuen Ausgabe des bewährten digitalen Formates „Mitglieder helfen Mitgliedern“ informierte das FORUM am 02. März mit Hilfe der Hersteller über die technischen Voraussetzungen, verfügbaren Produktlösungen und rechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem bundesweiten Spieler-Sperrsystem, welches zum 01.07.2021 für alle Spielhallenbetriebe und Gastronomie-Aufstellungen verpflichtend eingeführt werden soll. Automatenunternehmer/innen müssten sich demnach auf zusätzliche Kosten und...

Weiterlesen

Die Bedeutung des Themas Zertifizierung, als ein zentraler Bestandteil der Qualitätsoffensive des DAW, ist nach wie vor hoch und beschäftigt aktuell viele Unternehmen. Dies zeigte sich auch wieder beim heutigen Workshop der DAW-Zertifizierungs-Roadshow. Weit mehr als 100 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich heute über die Zertifizierung ihrer Spielhalle informieren lassen. Hintergrund hierbei sind auch Ratifizierung und Umsetzung des GlüStV 2021, womit die Bundesländer die...

Weiterlesen

Am 16.02. trafen sich 40 Verbände verschiedener Branchen auf einem Wirtschaftsgipfel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, um sich über die Öffnungsperspektive der kommenden Wochen sowie den Stand der Auszahlung der Corona-Wirtschaftshilfen auszutauschen. Vertreten durch den Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) nahmen als Spitzenverbände der Automatenwirtschaft auch der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. sowie das FORUM der Automatenunternehmer e.V. teil.

Weiterlesen

Vor Ort auf Entscheidungsträger zuzugehen, um langfristig im Dialog zu bleiben: Mit diesem Tipp wandten sich Geschäftsführerin Anja Bischof und Unternehmer aus dem FORUM am 09.02.2021 an die Verbandsmitglieder, um über ihre eigenen Erfahrungen aus dem Feld der politischen Kommunikation zu berichten und Handlungsempfehlungen für den Kontakt mit Politik, Behörden und weiteren Stakeholdern auszusprechen.

Weiterlesen

Aktuell liegt den Verbänden der Automatenbranche ein erster Entwurf zum geplanten Ausführungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Vor diesem Hintergrund hatte das FORUM dessen Mitglieder am heutigen Freitag zu einer kurzfristig angelegten, internen Videokonferenz eingeladen. Die Veranstaltung war ein weiterer Teil der Reihe „Auf ein Wort … mit dem FORUM: Mitglieder helfen Mitgliedern“.

Weiterlesen