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Spielhallen: Es werde Licht!

Das Thema Beleuchtung hat im Bereich der Spielhallen eine große Bedeutung. Denn das richtige Lichtkonzept trägt entscheidend zur Atmosphäre und zum Wohlgefühl der Gäste bei. Natürlich spielt Licht auch bei der Präsentation der Geldspielgeräte eine wichtige Rolle.

Photo by Mikael Kristenson on Unsplash

Für viele Automatenunternehmer kann das Thema Beleuchtung durchaus eine Herausforderung darstellen. Angefangen beim Tageslicht. Die Gründe sind vielfältig. Oft gibt es schlichtweg bauliche Ursachen dafür, dass das Spielhallenobjekt nur unzureichend über Tageslicht verfügt. Oft sind Spielhallen aber auch in den Innenstädten zu finden, wo es zumeist nur an der Straßenfront Fenster gibt. Zudem sind viele Räume innenliegend und oft auch verwinkelt. Besser scheinen es dagegen Spielhallenstandorte in Randbereichen oder Gewerbegebieten zu haben, wären da nicht diverse gesetzliche Vorgaben, die eine Lichtgestaltung, insbesondere mit Tageslicht, erschweren. Die Unternehmer sind daher auf gute Beleuchtungskonzepte und erfahrene Ladenbauer angewiesen.

 

Gesetzliche Vorgaben

Bei der Lichtgestaltung von Gewerberäumen wie in Spielhallen sind bestimmte gesetzliche Vorschriften für die Beleuchtung zu beachten. Für die normalen Ladenflächen schreibt der Gesetzgeber eine Helligkeit von mindestens 300 Lux vor, für Kassenbereiche gelten aus Sicherheitsgründen sogar 500 Lux. Zum Vergleich: ein sonniger Tag im Freien entspricht etwa 100.000 Lux.

Für Spielhallen, Spielcasinos und Automatensälen von Spielbanken schreibt die Unfallverhütungsvorschrift darüber hinaus vor, dass z.B. Eingangsbereiche mit einer Beleuchtungsanlage ausgerüstet sind, deren Nennbeleuchtungsstärke mindestens 100 Lux beträgt.

Dazu gibt es in den Bundesländern noch unterschiedliche Bestimmungen zur Einsehbarkeit von Spielhallen. So ist einerseits der Einfall von Tageslicht aus Präventionsgründen bis zu einem gewissen Grad ausdrücklich vorgeschrieben (Rheinland-Pfalz) und andererseits ausdrücklich nicht erlaubt (Berlin) – ebenfalls aus Präventionsgründen.

Tageslicht spielt daher bei den meisten Beleuchtungskonzepten eine eher untergeordnete Rolle.

 

Licht zum Wohlfühlen

Grundsätzlich gilt, dass es im gesamten Spielhallenbereich ausreichend hell sein muss, wobei es auch nicht zu grell sein darf. Nur dann können sich Kunden und Mitarbeiter wohl fühlen. In Spielhallen kann dabei auf unterschiedliche Arten von Lichtquellen zurückgegriffen werden. So sorgen Leuchtröhren für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fläche, Spots können Akzente auf bestimmte Designelement oder Bereiche legen. Reflexionen oder Blendungen sollten jedoch vermieden werden, da sich der Kunde dadurch gestört fühlen könnte. Auch die integrierte Beleuchtung an den Gehäusen moderner Geldspielgeräte sollte in das Beleuchtungskonzept integriert werden, um eine angenehme Gesamtstimmung zu erreichen. Auch die verwendeten Lampenformen sollten sich am Ambiente der Spielhalle orientieren. Je nach Einrichtungsstil, der sich in modernen Spielhallen auch von Konzession zu Konzession unterscheiden kann, können z.B. moderne, dynamische, bunte oder verspielte oder auch auf sachliche Lampenformen gewählt werden.

 

Die Lichtfarbe

Unsere Augen sind hinsichtlich der Farbbewertung dem natürlichen Sonnenlicht angepasst. Aus diesem Grund muss es Ziel der Beleuchtungstechnik sein, die Zusammensetzung des Tageslichtes durch künstliche Beleuchtung nachzuahmen. Ob dieses künstliche Licht als angenehm empfunden wird oder nicht, das hängt von der Art des Leuchtstoffs ab, der die Lichtfarbe bestimmt. Weißes Licht erzeugt die aktivere „Tagesstimmung“. Licht von Glühlampen mit stärkerem Rotanteil die passivere „Abendstimmung“. Je höher die Farbtemperatur, desto größer wird der Blauanteil des Lichtes und desto unangenehmer wird es empfunden. Die Lichtfarbe wirkt sich also entscheidend physiologisch und psychologisch auf den Menschen aus.

Farbtemperaturen für Licht verschiedener Quellen

Lichtquelle

Farbtemperatur in Kelvin (K)

Glühlampe

2.800 K

Leuchtstofflampe „Warmton“

2.900 K

Leuchtstofflampe „Weiß“

4.000 K

Leuchtstofflampe „Tageslicht“

6.500 K

 

Unterstützend für einen guten Farbeindruck des Raumes wirken helle, warmgetönte Wände. Bei sehr niedriger Beleuchtungsstärke ist eine warme Lichtfarbe angemessener als eine kalte.

Letztlich macht’s aber die Mischung: Zwischen 3500 und 6000 Kelvin ist das Licht sowohl anregend als auch zum Wohlfühlen geeignet. Der Mensch fühlt sich produktiv – daher wird dieses Licht in erster Linie in Büros und Gewerberäumen eingesetzt.

 

Beleuchtungskonzept den Profis überlassen

Auch wenn die Wirkung von Licht auf die Gäste nur unbewusst stattfindet, sie ist doch ausgesprochen wichtig für das Wohlbefinden. Es gibt zahlreiche Ladenbauer mit Expertise auf dem Gebiet der Beleuchtung. Spielhallen stellen aufgrund ihrer genannten baulichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen oft eine Herausforderung dar. Dennoch lohnt es sich, auch diesem Bereich der Spielhallengestaltung die volle Aufmerksamkeit zu widmen. Haben Sie zufriedene Kunden und Mitarbeiter haben, dann haben Sie alles richtig gemacht.

 

 

 


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