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Qualität findet Beachtung

Die Bedeutung des Themas Zertifizierung als zentraler Bestandteil der Qualitätsoffensive des DAW bleibt für viele Unternehmen hoch. Dies wurde auch beim heutigen digitalen Workshop der DAW-Zertifizierungs-Roadshow deutlich, an dem rund 70 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer teilnahmen. Von praxisnahen Expertinnen und Experten ließen sich diese über die Hürden, aber auch die Chancen der Spielhallen-Zertifizierung informieren. Hintergrund sind auch Ratifizierung und Umsetzung des GlüStV 2021, mit denen die Bundesländer in den kommenden Monaten die entscheidenden Weichen für die zukünftige Regulierung der Branche stellen.

DAW-Zertifizierungs-Roadshow mit drittem digitalen Workshop des Jahres

Eingangs begrüßte der Dachverband DAW in gewohnter Weise die Teilnehmenden. Andreas Rey, Beauftragter für Länderkommunikation beim Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), riet den Automatenunternehmerinnen und Automatenunternehmern der Branche, ihre Spielhallen schnellstmöglich zertifizieren zu lassen. Nach wie vor befänden sich diese Corona-bedingt in einer schwierigen Situation. Dennoch gelte es mit Blick auf die Umsetzung des GlüStV 2021 und dessen Anforderungen aktuell mehr denn je, den eigenen Betrieb zu zertifizieren und hierdurch, wo gesetzlich möglich, zu seinem Erhalt beizutragen. Das Engagement der Branche hin zu Qualität werde von Seiten der Politik wahrgenommen. Auch die Akkreditierung eines Zertifizierungsstandards durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) sei auf einem guten Weg.

Anja Bischof, die in ihrer Funktion als FORUM-Geschäftsführerin erneut die Moderation übernahm, führte im weiteren Verlauf in das Thema Zertifizierung ein. Für die Branche gelte es stets zu beachten, dass nach der Regulierung auch immer vor der Regulierung sei. In vielen Ländern sei die Umsetzung des GlüStV 2021 bereits fortgeschritten. Dabei seien aus manchen Ländern, wie bspw. NRW, durchaus Signale zu vernehmen, dass die Elemente einer Regulierung anhand qualitativer Kriterien aufgegriffen würden. Außerdem müsse unabhängig von den kommenden Landesgesetzen beachtet werden, dass Behörden dieses Kriterium auch an anderer Stelle berücksichtigen könnten und die Zertifizierung somit eine nachhaltige Investition in die Zukunft darstellt.
 
Im Detail erläuterte Martin Restle, Geschäftsführer ADMIRAL ENTERTAINMENT und stellvertretender FORUM-Vorsitzender, mit den beiden Vertreterinnen der Prüforganisationen, Frau Alexandra Nöthen (TÜV-Rheinland) und Frau Bettina Dzieran (InterCert MTIC), die Kriterienkataloge ihrer Unternehmen sowie die Kostenstruktur. Auf die Frage, was für viele Unternehmerinnen und Unternehmer bei einem Audit eine Hürde darstelle, verwies Nöthen vor allem auf die vom Gesetzgeber vorgegebene Dokumentationspflicht. Dieser Punkt sei mit Blick auf ihre Erfahrungen nicht zu unterschätzen. Frau Dzieran gab an dieser Stelle den Hinweis, dass das Sozialkonzept häufig noch mehr mit Leben gefüllt werden müsse. Es sollte stets ersichtlich sein, dass das Sozialkonzept für die Betreiberin oder den Betreiber einen gewissen Wert besitze. Zu betonen sei, dass es sich hierbei um ein Werkzeug handle, welches der Prävention und dem Spielerschutz diene. Grundsätzlich unterstrichen beide Vertreterinnen der Prüforganisationen, dass die Servicekräfte bei dem gesamten Prozess der Zertifizierung eine wichtige Rolle spielen, gerade weil sie es sind, die in der Praxis mit dem Gast arbeiten.

Die unternehmerische Sicht auf das Thema Zertifizierung wurde im digitalen Workshop von Automatenunternehmer Mario Braun (Herbert Braun Spiel- und Unterhaltungsgeräte aus Baden-Württemberg) geschildert, der für die Veranstaltung freundlicherweise als Botschafter zur Verfügung stand und über seinen Weg zum zertifizierten Unternehmen berichtete. Der Weg zur erfolgreichen Zertifizierung sei zunächst mit einigen Anstrengungen verbunden, welche sich jedoch in verschiedener Hinsicht lohnen. Mit einer guten Vorbereitung und der Organisation wichtiger Unterlagen wie dem Personalhandbuch stelle die Prüfung keine Hürde mehr dar. Auf die Frage, ob sich die Mühe denn auszahle, verwies Braun auf die interne und auch externe Signalwirkung der Zertifizierung. Einerseits steigere ein gelungenes Audit das Selbstbewusstsein aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, andererseits werde der Status als zertifizierte Spielhalle auch von Kundinnen und Kunden, dem Bekanntenkreis sowie nicht zuletzt den Ordnungsbehörden vor Ort positiv wahrgenommen. Die Zertifizierung sei somit auch eine Chance, das Thema Qualität nach außen zu tragen.

Zum Abschluss hatten die Teilnehmenden noch die Möglichkeit, Fragen an die Referentinnen und Referenten zu richten. Hier ging es u.a. nochmals konkret um den Ablauf eines Zertifizierungs-Audits sowie die zu erwartenden Kosten. Martin Restle verwies auf Nachfrage nochmals auf die betrieblichen Vorteile der Zertifizierung. Diese helfe nicht zuletzt auch dabei, das Personal nachhaltig zu schulen und vorhandene Fehler im Betriebsalltag auszuräumen.

Für den Fall, dass Sie nicht am heutigen Workshop teilnehmen konnten, ist das kein Problem. Der nächste Termin für einen Workshop steht schon fest. Sie können sich hier für die DAW-Zertifizierungs-Roadshow am 15. April, 14:00 bis 15:00 Uhr anmelden.

Die Präsentation zum heutigen Workshop können Sie hier abrufen.

Das FORUM bedankt sich für die erneut hervorragende Zusammenarbeit mit den beteiligten Verbänden.


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