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Digitaler Workshop der DAW Zertifizierungs-Roadshow erstmals vor dem Hintergrund von Landesgesetzen mit Öffnungsklausel

Nach einer kurzen Sommerpause fand am 06. September wieder ein digitaler Workshop der DAW Zertifizierungs-Roadshow statt, zu der erneut zahlreiche Interessierte begrüßt wurden. Wie bereits berichtet, macht der Gesetzgeber in verschiedenen Bundesländern von der Öffnungsklausel (§ 29 Abs. 4 GlüStV 2021) Gebrauch. In Bayern, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist eine Nutzung sowohl für den befristeten Fortbetrieb von Verbundspielhallen wie auch zur Unterschreitung von Mindestabständen gesetzlich verankert. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben Regelungen mit Blick auf Mehrfachkonzessionen getroffen. In all diesen Ländern ist die Zertifizierung von Spielhallen, neben den weiteren qualitativen Elementen wie Sachkundenachweis und besondere Schulungen, nun gesetzlich verankert.

Nico Ernstberger, Beauftragter für Länderkommunikation beim Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), begrüßte zunächst die Teilnehmenden im Namen des DAW, unterstrich die Bedeutung einer Spielhallen-Zertifizierung als Element einer qualitativen Regulierung und betonte, dass die Branche damit auf einem guten Weg sei. An die Unternehmen gerichtet, merkte Ernstberger außerdem an, dass das Engagement der Branche von der Politik wahrgenommen würde und dankte allen Beteiligten für Planung und Umsetzung der DAW Zertifizierungs-Roadshow.

Anja Bischof, die in ihrer Funktion als FORUM-Geschäftsführerin wieder durch den Workshop führte, erläuterte den Gästen die Qualitätsinitiative des DAW. Die Zertifizierung, die nun in den erwähnten Ländern gesetzliche Realität geworden ist, sei einer der zentralen Bausteine für eine Regulierung, die sich an Qualität orientiert.

Mit Blick auf einige Bundesländer, in denen die Legislative noch keine Ausführungsgesetze zum GlüStV 2021 verabschiedet habe, gäbe es Signale, dass auch hier die Öffnungsklausel und damit die Zertifizierung relevant würde, führte Bischof aus.

Den Unternehmerinnen und Unternehmern, die bislang keine Berührungspunkte mit der Zertifizierung von Spielhallen hatten, empfahl Bischof den kostenlosen Online-Selbsttest des TÜV-Rheinlandes. Der Test, welcher hier aufgerufen werden kann, dient einer ersten Positionsbestimmung, ob man vorbereitet für ein Audit gerüstet sei.

FORUM-Geschäftsführerin Anja Bischof moderierte erneut den Digitalen Workshop der DAW-Zertifizierungs-Roadshow und gab einen Überblick zum Stand der Gesetzgebung in den Ländern.

Zu den Details einer Zertifizierung berichteten beim heutigen Workshop Roland Schäfer, Leiter "Regelmäßig geprüfte Spielstätte ADMIRAL Spielhallen", sowie die beiden Vertreterinnen der Prüforganisationen, Alexandra Nöthen (TÜV-Rheinland) und Bettina Dzieran (InterCert MTIC), über ihre Kriterienkataloge sowie die Kostenstruktur der beiden Zertifizierungsunternehmen. Grundsätzlich seien bei der Vorbereitung auf eine Prüfung, verschiedene Punkte zu beachten. Expertinnen und Experte betonten, dass die Bandbreite der gesetzlichen Anforderung nebst Dokumentation mitunter von den Unternehmerinnen und Unternehmern unterschätzt würde. Dzieran bemerkte jedoch, dass die Unternehmen in der Regel gut vorbereitet in die Audits gingen. Im Bereich des Sozialkonzeptes sei es an mancher Stelle allerdings so, dass diese stärker mit Leben gefüllt werden müssten. Nöthen betonte, dass eine sorgfältige schriftliche Dokumentation über die Erfüllung aller Anforderungen von entscheidender Bedeutung für ein erfolgreiches Audit sei.

Wie Expertinnen und Experte weiter ausführten, bezogen sich die Prüfkriterien u. a. auch auf Erste-Hilfe-Schulungen, das Sozialkonzept und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und Betriebsabläufe, darunter beispielsweise auch Vorschriften zur Überfallprävention.

Im Rahmen des heutigen Workshops schilderte der Automatenunternehmer Thomas Böhm, Geschäftsführer Planet Casino und Mitglied im FORUM, den unternehmerischen Blick auf das Thema Zertifizierung. Böhm, dessen Unternehmen auch in Bayern aktiv ist, wo eine Zertifizierung schon vor dem GlüStV 2021 Bestandteil des Landesgesetzes (für den Betrieb von Mehrfachkonzessionen) war, betonte, dass man den Mehrwert für die Standorte in den anderen Ländern schon früh erkannt und sich auch freiwillig habe prüfen lassen. Die Hauptargumente hierfür waren die innerbetriebliche Qualitätssicherung und das Signal an Politik und Behörden (bspw. Ordnungsamt).

Unternehmerinnen und Unternehmern, die vor einer Zertifizierung stehen, empfahl Böhm, sich rechtzeitig mit dem Thema zu befassen, den Selbsttest zu machen und mit anderen Unternehmern, die bereits Audits durchlaufen haben, in einen Austausch zu treten. Bischof verwies an dieser Stelle auf die Möglichkeit für Hospitationen für FORUM-Mitglieder. Interessierte wenden sich bitte an die Geschäftsstelle.

Außerdem sei es wichtig, so Böhm, dass das Personal am Standort vorbereitet und frühzeitig eingebunden würde. Schließlich käme den Beschäftigten eine wichtige Rolle zu.

Abschließend führte Böhm aus, dass die Zertifizierung mittel- und langfristig flächendeckend relevant würde. Der Unternehmer aus Thüringen sieht den Aufwand im Rahmen einer Zertifizierung absolut gerechtfertigt, weil er hierin die Zukunft der Branche sieht.

Schließlich konnten in der abschließenden Fragerunde noch weitere Fragen der Zuschauer rund um die Zertifizierung erläutert werden.

Die Präsentation zur Veranstaltung können Sie hier abrufen.

Der Termin für den nächsten Workshop zur Zertifizierung ist bereits fixiert. Am 12.10.2021, 14:00 – 15:00 Uhr, werden wir Sie wieder in Form eines digitalen Workshops informieren. Zwischenzeitlich können Sie sich aber auch an uns in der Geschäftsstelle oder auch die prüfenden Unternehmen wenden.

Das FORUM bedankt sich bei allen Beteiligten für die erneut hervorragende Zusammenarbeit.

Ihre FORUM-Geschäftsstelle


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