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Die Zukunft gestalten: durch Dialog, mit Qualität und Weitblick

Am 14. November kamen wieder zahlreiche Mitglieder zur Herbstversammlung des FORUM nach Berlin. Diese stand ganz unter dem Motto, wie wir eine verlässliche Zukunft gestalten können. In einem kurzen Bericht blicken wir auf einen spannenden Tag zurück und fassen die Highlights zusammen.

Volles Haus bei der Herbst-Mitgliederversammlung des FORUM (©Matthias Kindler)

In seiner Begrüßungsrede betonte der Vorsitzende Andreas Engler, wie wichtig es sei, eine verlässliche Zukunft gestalten zu können. Dies gehe nur, wenn man auf allen Ebenen miteinander redet und diskutiert. Vorausgesetzt, man ist sprechfähig und bereit zuzuhören. Erst dann könne man an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten, die für alle Seiten tragfähig sind. Daran arbeite das FORUM schon seit Jahren. Andreas Engler skizzierte den Mitgliedern, wie das FORUM die Zukunft gestalten möchte: durch Dialog, mit Qualität und Weitblick.

Mitglieder im Zentrum

Anja Bischof, seit Oktober die neue FORUM-Geschäftsführerin, unterstrich in ihrer Begrüßungsrede, dass das Kernthema für das kommende Jahr Qualität laute und dies bereits in den verschiedenen Arbeitskreisen angegangen werde. Das gehe aber nur gemeinsam mit den Mitgliedern, die auch im Zentrum stehen müssen. Sie rief daher zur Mitarbeit auf, um die Arbeit des FORUMs - auch in den Ländern - wieder mehr zu stärken. Dabei lautet ihr Motto „Veränderung wird nur hervorgerufen durch aktives Handeln.“

Arbeitsergebnisse der Impulsschmiede

Die weiteren Programmpunkte an dem Tag unterstrichen die klare Marschrichtung des Verbandes. So präsentierte Hendrik Middendorp die neuesten Arbeitsergebnisse der Impulsschmiede zum Thema Außengestaltung von Spielhallen – ein wichtiges Zukunftsthema für das FORUM. Auch im nächsten Jahr wolle die Impulsschmiede, so Middendorp, den Blick nach vorn richten und sich z.B. mit der Spielerkarte/dem Spielerkonto sowie Online Casinos befassen.

Koexistenz zwischen Online-Glücksspiel und Spielhalle

Anschließend stand das Online-Glücksspiel als ein weiteres wichtiges Thema im Fokus des öffentlichen Teils der Versammlung. In einer lebhaften Podiumsdiskussion, moderiert von Stefan Dreizehnter (Games & Business), wurde rund um die Leitfrage „Was kommt nach der Legalisierung des Online-Glücksspiels?“ debattiert. Nick Baldus (FORUM) betonte dabei, dass ein Markt mit kohärenten Regeln im Zentrum stehen müsse. Dabei sehe er den Online-Markt eher als Chance statt als Gefahr. Wenn die klassischen Spielhallen jedoch ihre „Hausaufgaben machen“ und attraktiv bleiben, sei eine Koexistenz von Online-Glücksspiel und der terrestrischen Spielhalle möglich. Baldus: „Wir müssen den sozialen Raum Spielhalle weiter aufladen, weil das etwas ist, was der Bereich Online gar nicht nachstellen kann.“ Voraussetzung sei allerdings ein kohärenter, gesamtregulierter Markt. Thomas Breitkopf (Bundesverband Automatenunternehmer) zeigte sich gegenüber dem Online-Glücksspiel zwar skeptisch, aber nicht grundlegend ablehnend. Er forderte, dass eine Liberalisierung des Online-Sektors dann auch für den klassischen Bereich gelten müsse. Die Minimalforderung müsse sein, dem Spielhallenbetreiber wenigstens die Möglichkeit zu geben, ein guter Gastgeber zu sein. Dr. Daniel Henzgen (Löwen Entertainment) betonte, dass er dem Thema Online-Glücksspiel unternehmerisch aufgeschlossen begegne, der Kunde aber am Ende im Mittelpunkt stehen müsse. Allein schon wegen der unterschiedlichen Kundengruppen bei beiden Angeboten entstünde keine Bedrohung für das klassische Automatenspiel durch das Online-Glücksspiel. Er plädiert aber für einen fairen Wettbewerb zwischen den Spielarten: „Fairer Wettbewerb findet statt innerhalb eines regulierten Marktes.“ Dr. Dirk Quermann (Deutscher Online Casinoverband) setzte sich in der Diskussion für einen legalen Online-Markt ein, weil nur dieser zu beeinflussen und zu steuern sei. Ein „Fressen“ der klassischen Spielhallen durch den Online-Bereich sehe er aber nicht. Vielmehr könnten sich beide am Ende gut ergänzen.

Fachpanels zu Qualität und Dialog

Am Nachmittag fanden drei verschiedene Fachpanels statt. Um den neuen Arbeitskreis Qualitätsspielhallen ging es im Fachpanel #1. Dieter Kuhlmann stellte den Arbeitskreis vor und präsentierte die Schwerpunkte. Ziel sei es u.a., die bestmögliche Qualität für Spielgäste und Mitarbeiter zu erreichen. Kuhlmann betonte, dass Qualität aber keine Frage der Anzahl der Mitarbeiter oder der Anzahl der Standorte sei. Qualität sei eine Frage der Einstellung und der Haltung der Chefetage. Kuhlmann lud daher alle FORUM-Mitglieder dazu ein, an dem Arbeitskreis mitzuarbeiten.

Im Fachpanel #2 informierte Martin Restle zusammen mit Alexandra Nöthen vom TÜV Rheinland über die Kosten und Nutzen einer TÜV-Zertifizierung, über typische Prüfkriterien und darüber, wie ein klassisches Audit abläuft. Vorstandsmitglied Charis Giesen-van Baal berichtete von der Zertifizierung in ihrem Unternehmen. Anschließend beantworteten die Referenten die Fragen der Teilnehmer.

Im Mittelpunkt des dritten Fachpanels stand der Dialog mit Politik und Medien. Dabei gab der Politikexperte und ehemalige Staatssekretär Kajo Wasserhövel interessante und aufschlussreiche Einblicke in die Denk- und Arbeitsweise von Politikern und Medien. Explizit ging er dabei auch auf die verschiedenen Ebenen der Politik von der Kommune bis zur Bundesebene ein. Dies zu berücksichtigen sei wichtig, wenn man den Dialog sucht, um die eigenen Interessen erfolgreich einzubringen. Wasserhövel betonte dabei die Notwendigkeit guter Vorbereitung von Gesprächen und Perspektivwechseln, um die Position des Gegenübers zu verstehen.

Im vorletzten Punkt auf der Agenda berichtete Rechtsanwalt Frank Repschläger zu verschiedenen aktuellen Rechtsthemen und Urteilen. Im Anschluss blieb auch noch ausreichend Zeit, sodass unser Rechtsexperte auf die zahlreichen Fragen der Mitglieder eingehen konnte.

Beste Stimmung beim Kochevent

Das Abendprogramm unserer diesjährigen Herbstversammlung war dann geprägt von einer erstklassigen Stimmung bei unseren Mitgliedern und Gästen und von einem herausragenden Essen in der Berliner KOCHBOX.

Das ausführliche Protokoll der Mitgliederversammlung sowie alle Präsentationen der Referenten können Mitglieder in Kürze im Mitgliederbereich abrufen.


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