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Hilfe und Unterstützung sind sehr individuell für jedes Unternehmen zu beurteilen

Wir empfehlen:

  1. Sprechen Sie Ihre Hausbank an, wegen Liquiditätshilfen und Flexibilisierung von Zahlungsmodalitäten. Tun Sie dies unverzüglich,da Anträge nach Eingang behandelt werden. Lösungen sind sehr individuell zu besprechen.
  2. Sprechen Sie Ihren Steuerberater an um Regelungen zu Vorauszahlungen oder Stundungen treffen zu können.
  3. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Kämmerern auf. Eine Formulierungshilfe bezüglich der Vergnügungssteuerzahlungen finden Sie im Mitgliederbereich.
  4. Sprechen Sie, die für Ihren Betrieb zuständige Arbeitsagentur für Arbeit an, um Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Zuständigkeiten sind je nach Unternehmensstruktur sehr unterschiedlich. Wenn Sie Kurzarbeit vereinbaren wollen, vereinbaren Sie dies unverzüglich mit Ihren Angestellten. Es gilt das Vereinbarungsdatum.
  5. Suchen Sie mit Ihren Vermietern und Lieferanten das Gespräch.

Staatliche Hilfsmaßnahmen

Ganz Italien als Sperrzone, Kursstürze an den Börsen, unterbrochene Lieferketten bei der Industrie, eine Gemeinde in NRW im Ausnahmezustand, Fußballspiele vor leeren Rängen, Mitarbeiter im Home-Office, abgesagte Veranstaltungen und leere Regale in Deutschland - das Corona-Virus hat mittlerweile auch Deutschland im Griff. Die Folgen für die Wirtschaft sind teilweise gravierend. Die Bundesregierung sah sich zum Handeln veranlasst. Im Koalitionsausschuss wurde vereinbart, die deutsche Wirtschaft durch Kurzarbeitergeld (§§ 95 ff. SGB III) zu stützen.

Die Maßnahmen sollen noch in dieser Woche in das Kabinett eingebracht werden. Danach folgt eine Umsetzung im Schnellverfahren (parallel in Bundestag und Bundesrat), damit diese schon im April in Kraft treten können. Im Gespräch sind neben den bereits vereinbarten Maßnahmen auch Liquiditätshilfen, konkret durch Überbrückungskredite der KfW.

Unsere Unternehmen verstehen sich als Teil der Dienstleistungs- und Unterhaltungsbranche und sind damit auch in besonderer Weise betroffen. Im Fokus der Corona-Krise stehen Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Sollten auch Sie mit Ihrem Unternehmen Beeinträchtigungen durch die Corona-Epidemie erfahren und betriebswirtschaftlich unter den Folgen leiden, können auch Sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Folgenden möchten wir Sie näher über die aktuellen Maßnahmen informieren:

Maßnahmen der Bundesregierung:

  • Absenken des Quorums der im Betrieb Beschäftigten, die vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, auf bis zu 10 %
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Ermöglichung des Kurzarbeitergeldbezugs auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit.

Das Kurzarbeitergeld steht im Zentrum der Maßnahmen. Hier wurden von den Koalitionsparteien die Zugangshürden gesenkt bzw. der Kreis der potenziellen Bezieher erweitert. So profitieren nun auch Leiharbeiter von den staatlichen Maßnahmen.

Kinderlose Beschäftigte erhalten mit dem Kurzarbeitergeld 60% ihres Nettolohnes erstattet. Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind bekommen 67%. Kurzarbeitergeld wird für zwölf Monate gezahlt. Diese Dauer kann allerdings (durch eine Rechtsverordnung des BMAS) auf zwei Jahre verlängert werden. In den Regelungen ist außerdem vorgesehen, den Arbeitgebern die Sozialbeiträge des Arbeitsausfalls zu erstatten.

Ob die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Beschäftigte haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn:

  • es in dem Unternehmen zu einem erheblichen Arbeitsausfall verbunden mit Entgeltausfall kommt,
  • mindestens eine Person beschäftigt ist,
  • die persönlichen Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (in erster Linie ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis),
  • der Arbeitsausfall der Agentur für Arbeit vom Unternehmen oder der Betriebsvertretung umgehend gemeldet wird.

Voraussetzungen für einen erheblichen Arbeitsausfall sind:

  • wirtschaftliche Gründe, die aus einem unabwendbaren Ereignis (bspw. höhere Gewalt - Epidemie) oder einer schlechten konjunkturellen Lage resultieren,
  • eine zeitliche Begrenztheit,
  • Unvermeidbarkeit und
  • in Ihrem Unternehmen mindestens 10% der Beschäftigten betroffen sind.

Sollten Sie und Ihr Unternehmen durch die Folgen der Corona-Epidemie von Arbeitsausfällen betroffen sein und das Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen wollen, können Sie sich dort an die Agentur für Arbeit wenden, wo sich auch die für Ihr Unternehmen zuständige Lohnabrechnungsstelle befindet. Den Antrag dafür finden Sie hier. Sie können Kurzarbeitergeld auch online beantragen.

Weitere Informationen zum Thema bieten auch die Merkblätter der Bundesagentur für Arbeit und des DEHOGA.

Das Bundeswirtschaftsministerium informiert darüber, dass zur Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft etablierte Förderinstrumente zur Verfügung stehen. Unternehmer erhalten im Rahmen des beschlossenen Schutzschilds für Unternehmen Zugang zu günstigen Krediten und Liquditätshilfen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Wirtschaftsministeriums.

Folgende Beurteilungs- bzw. Entscheidungsgrundlagen benötigt die Hausbank bzw. die L-Bank / KfW seitens des Kunden:

Beurteilungsgrundlagen/Voraussetzungen

  • Unternehmen verfügt über ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell (Vor Ausbruch der Krise)
  • Kapitaldienstfähigkeit war in 2019 gegeben
  • Zusätzliche Belastung ist auf Basis der wirtschaftlichen Zahlen 2019 tragbar
  • Kostenreduzierende Maßnahmen werden flankierend ergriffen

Unterlagen zur Entscheidung

  • Jahr 2018
  • Vorl. Zahlen 2019 / BWA inkl. Summen- und Saldenliste
  • Liquiditätsplan und Rentavorschau (i.d.R. bei Bürgschaft > T Euro 100) (Anmerkung: es soll die Entwicklung aus 2019 fortgeschrieben werden)
  • Selbstauskunft

Anträge zur Abgabe bei der Hausbank

Checkliste-Rentabilitätsvorschau

Checkliste-Liquiditätsplan